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Aufsätze in Sammelbänden



2009

Zum Inhalt:

Die Eliteforschung ist fester Bestandteil der Politischen Soziologie und eng mit den zentralen Auseinandersetzungen der normativen und empirischen Demokratietheorie verknüpft. 

Ziel dieses Lehrbuchartikels ist es, in das Gebiet der sozialwissenschaftlichen Eliteforschung einzuführen, mit den wichtigsten Fragestellungen bekannt sowie mit zentralen Kategorien, Konzepten und empirischen Befunden vertraut zu machen. Am Anfang steht die ebenso bedeutsame wie schwierige Frage, was Eliten sind und wer aus welchen Gründen dazu gehört.

(siehe auch den entsprechenden Sammelband unter "Herausgeberschaften")

Zum Inhalt:

In dieser Einleitung zu dem von Andrea Römmele und mir herausgegebenen Studienbuch zur Politischen Soziologie begründen wir die Relevanz und Dringlichkeit der Politischen Soziologie und ihrer Fragestellungen für die Politikwissenschaft.

(siehe auch den entsprechenden Sammelband unter "Herausgeberschaften")


2008

Zum Inhalt:

Öffentliche Kommentare und Analysen zu den Ergebnissen von Landtagswahlen in Deutschland unterstellen immer wieder, dass auch bundespolitische Themen und Akteure das Wahlergebnis beeinflusst haben. Der "positive" bzw. "negative Rückenwind aus Berlin" ist eine ebenso beliebte wie häufig benutzte Metapher von Landespolitikern, die den Erfolg oder Misserfolg ihrer Partei bei der Landtagswahl zu erklären versuchen. Zusammen mit Tilo Görl bin ich diesem häufig postulierten Zusammenhang am Beispiel des Landes Brandenburg anhand von Umfragedaten nachgegangen. Unseren Analysen zu Folge kann mit Ausnahme der Gründungswahlen von 1990 keine Rede davon sein, dass die Wahlentscheidung der Brandenburger Wähler bei den bisherigen Landtagswahlen von bundespolitischen Themen „beherrscht“ wurde.

Siehe auch: www.nomos-shop.de/go/superwahljahr


2006

Zum Inhalt:

Häufig sind Fragen umso schwieriger, je einfacher sie gestellt werden. Das gilt auch für die Frage, was Eliten sind und wer sich hinter dieser Personenbezeichnung verbirgt. Der Elitebegriff gehört zu den umstrittensten Termini der sozialwissenschaftlichen Forschung. In diesem Beitrag begründe ich, warum das so ist und gehe auf unterschiedliche Elitebegriffe ein.

Zum Inhalt:

Noch in den 1980er Jahren galten Jugendliche als Motor des von Ronald Inglehart entdeckten "postmaterialistischen Wertewandels" in den westlichen Demokratien. Demnach legten die Nachkriegsgenerationen weniger Wert auf materialistische Werte, wie Sicherheit und ökonomisches Wohlergehen, und betonten stattdessen stärker postmaterialistische Werte, zum Beispiel Selbstverwirklichung, politische Mitbestimmung und Lebensqualität. Das hat sich aber offensichtlich geändert, wie Franziska Deutsch und ich am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland zeigen können. Die westdeutschen Jugendlichen sind im Jahr 2002 nicht nur deutlich weniger postmaterialistisch eingestellt als ihre Altersgenossen Mitte der 1980er Jahre. Zudem hat sich der Anteil der Jugendlichen unter den Postmaterialisten seit Beginn der 1980er Jahre fast halbiert. Pflicht- und Akzeptanzwerte erfreuen sich unter den Jugendlichen und jungen Erwachsenen der Gegenwart hingegen wachsender Beliebtheit.

Zum Inhalt:

In diesem Beitrag geht es um eine gemeinsame kollektive Identität der europäischen Bürgerinnen und Bürger, die ich für den Fortbestand der Europäischen Union und den weiteren Integrationsprozess als unverzichtbar ansehe. Vor allem diskutiere ich den Zusammenhang von Vertrauen, Institutionen(bildung) und europäischem Gemeinschaftsbewusstsein. Ich argumentiere, dass die EU demokratische Institutionen braucht, um Vertrauen unter Fremden zu ermöglichen. Darüber hinaus präsentiere ich einige Überlegungen zur Operationalisierung und empirischen Messung einer europäischen kollektiven Identität.

(siehe auch den entsprechenden Sammelband unter "Herausgeberschaften")

Zum Inhalt:

In den vergangenen Jahren haben wissenschaftliche Publikationen zum Thema "europäische Identität" sprunghaft zugenommen. In der Einleitung zu dem von Pawel Karolewski und mir herausgegebenen Band stellen wir die Beiträge der jungen Forscherinnen und Forscher vor, die in diesem Buch versammelt sind und begründen, warum wir der Flut an Forschungsarbeiten zur europäischen kollektiven Identität ein weiteres Buch hinzufügen.

(siehe auch den entsprechenden Sammelband unter "Herausgeberschaften")

Zum Inhalt:

Neben einer Zusammenfassung der Beiträge des Sammelbandes diskutieren Pawel Karolewski und ich in diesem Schlusskapitel zentrale Schlussfolgerungen und weitere Forschungsperspektiven zum Thema "europäische Identität". Dabei sehen wir mindestens vier große Komplexe: Erstens halten wir weitere Anstrengungen in der Begriffsklärung für unabdingbar. Zweitens glauben wir, dass mehr Anstrengungen nötig sind, um noch systematischer als bisher die förderlichen und abträglichen Bedingungen bei der Herausbildung eines europäischen Gemeinschaftsbewusstseins zu erforschen. Dazu brauchen wir, drittens, mehr Analysen im Zeitvergleich. Viertens bleibt aber auch die Frage auf der Tagesordnung, ob die Erwartungen an die Herausbildung einer europäischen Identität bei den Bürgern aufgrund der Komplexität und des langen Zeithorizonts kollektiver Identitätsbildung nicht zu hoch formuliert sind und stattdessen nicht mehr Aufmerksamkeit auf "funktionale Äquivalente" gerichtet werden sollte, wie z.B. die Herausbildung stabiler Vertrauensbeziehungen zwischen den Europäern.

(siehe auch den entsprechenden Sammelband unter "Herausgeberschaften")


2004

Zum Inhalt:

Häufig sind Fragen umso schwieriger, je einfacher sie gestellt werden. Das gilt auch für die Frage, was Eliten sind und wer sich hinter dieser Personenbezeichnung verbirgt. Der Elitebegriff gehört zu den umstrittensten Termini der sozialwissenschaftlichen Forschung. In diesem Beitrag begründe ich, warum das so ist und gehe auf unterschiedliche Elitebegriffe ein.

(siehe auch den gleichnamigen, aber überarbeiteten und erweiterten Beitrag von 2006)

Zum Inhalt:

Bei diesem mit Sabine Kropp verfassten Lehrbuch-Beitrag handelt es sich um eine Bestandsaufnahme des Thüringer Landesparlaments. Wir gehen auf das Wahlrecht, die bis dato durchgeführten Landtagswahlen und die Struktur des Thüringer Parteiensystems ein, aber auch auf die politische und soziale Zusammensetzung des Thüringer Landtags, seine Struktur und Organisation sowie die Beziehungen zwischen Landesparlament und Landesregierung. Der Beitrag schließt mit einem Resümee, das die Bedeutung des Thüringer Landtags vor dem Hintergrund der Europäisierung und wachsender Herausforderungen an demokratische Politikgestaltung beleuchtet.


2003

Zum Inhalt:

Noch vor der im Frühsommer 2004 vollzogenen größten Erweiterungswelle in der Geschichte der EU gingen wir in diesem Beitrag der Frage nach, ob ein Zusammenhang zwischen der EU-Beitrittsakzeptanz in Polen und der Verbreitung demokratischer Überzeugungen in der polnischen Bevölkerung existiert. Wir können anhand von Umfrageergebnissen zeigen, dass sich die Vorstellung einer demokratischen Ordnung als bestmögliche Herrschaftsform zum damaligen Zeitpunkt in der polnischen Bevölkerung noch nicht zweifelsfrei durchgesetzt hatte. Zweitens war auch die anfängliche Europaeuphorie der Polen wachsender Skepsis und Verunsicherung gewichen. Allerdings galt das nach unseren Daten weniger für die Gruppe der "überzeugten Demokraten", die mehrheitlich einen schnellen EU-Beitritt ihres Landes wünschten und damit auch die Hoffnung auf die Modernisierung ihres Landes verbanden.


1999

Zum Inhalt:

Auch dieser Aufsatz, den ich zusammen mit Martina Sauer verfasst habe, basiert auf den Daten der "Potsdamer Elitestudie 1995".  Wir zeigen, dass die gesellschaftlichen Reformkräfte der ehemaligen DDR ihren Weg in Elitepositionen des vereinigten Deutschlands gefunden haben und spezifische Werthaltungen und Grundüberzeugungen in die gesamtdeutsche Führungsschicht einbrachten. Die politischen Weltbilder und individuellen Überzeugungssysteme ost- und westdeutscher Eliten sind zwar nicht ganz und gar unvereinbar, doch akzentuieren basisdemokratische Überzeugungen und sozial-staatliche Politikprioritäten die politischen Einstellungen ostdeutscher Eliten.


1997

Zum Inhalt:

Anhand der Daten der "Potsdamer Elitestudie 1995" untersuche ich die Werthaltungen im Vergleich von Führungsschicht und Bevölkerung. In den Antwortverteilungen von ost- und westdeutscher Elite und Bevölkerung dominieren jeweils die horizontalen Ähnlichkeiten, wobei sich die Führungskräfte als postmaterialistische, kritische und engagierte Leistungselite gegenüber einer wohlfahrtsstaatlich orientierten und hedonistisch anspruchsvollen, doch mehrheitlich anpassungsbereiten Bevölkerung präsentieren. Darüber hinaus bestätigt sich in den Daten ein früherer Befund der Politischen-Kultur-Forschung, wonach Ostdeutsche Demokratie und Sozialismus offenbar nicht als Antagonismus betrachten.