
Auf diesen Seiten
finden Sie
Informationen und Material zu
meinen aktuellen Lehrveranstaltungen.
Kommentar:
Braucht Deutschland mehr Eliten? Was sind Eliten? Wie gestalten sich die Rekrutierungs- und Karrierewege von Eliten in Deutschland? Ist die Existenz von Eliten mit der demokratischen Ordnungsform überhaupt vereinbar? Wie ist das Verhältnis von Eliten und Bevölkerung? Müssen Eliten bestimmten Qualifikationen entsprechen und wenn ja, welchen? Werden Eliten in der Mediendemokratie zunehmend von Prominenten verdrängt? Und welche Rolle spielen Eliten in Demokratisierungsprozessen? Diesen und anderen Fragen geht das Seminar anhand theoretischer Debatten und empirischer Befunde der deutschen und internationalen Eliteforschung nach.
Literatur:
Gabriel,
Oscar W./Neuss, Beate/Rüther, Günther (Hrsg.) (2006): Eliten
in Deutschland. Bedeutung – Macht – Verantwortung, Bonn:
Bundeszentrale für politische Bildung.
Hartmann, Michael (2004): Elitesoziologie. Eine Einführung, Frankfurt/Main/New York: Campus.
Kaina,
Viktoria (2009): Eliteforschung, in: Kaina, Viktoria/Römmele
Andrea (Hrsg.), Politische Soziologie. Ein Studienbuch, Wiesbaden: VS
Verlag für Sozialwissenschaften: 385-419.
Kommentar:
Die liberalen Demokratien der Gegenwart sind repräsentative Demokratien, deren Eliten auf repräsentative Verfahren der Entscheidungsfindung mehr oder weniger angewiesen sind. Aber heißt das auch, dass es sich bei der repräsentativen Demokratie im Vergleich zur direkten Demokratie um einen Notbehelf, um eine unterentwickelte Form von Demokratie handelt? Diese Frage lässt sich ohne Rückgriff auf das Konzept der politischen Repräsentation kaum zufriedenstellend beantworten. Was ist politische Repräsentation? Welche demokratietheoretischen Positionen werden formuliert? Wie lässt sich politische Repräsentation messen und einer systematischen empirischen Forschung zugänglich machen? In welchem Verhältnis stehen Repräsentanten und Repräsentierte, Parlamentarier und Bürger in den Demokratien der Gegenwart? Sind die Abgeordneten abgehoben und eigennützig oder sind die Ansprüche und Erwartungen der Bevölkerung unrealistisch und überzogen? Wer sind überhaupt unsere Repräsentanten und werden wirklich die Besten in politische Ämter rekrutiert? Auf diese Fragen soll unter Rückgriff auf prominente Denkansätze und exemplarische empirische Befunde nach Antworten gesucht werden.
Literatur:
Brito Vieira, Mónica/Runciman, David (2008): Representation, Cambridge: Polity Press.
Patzelt,
Werner (1991): Neuere Repräsentationstheorie und das
Repräsentationsver¬ständnis von Abgeordneten, in:
Zeitschrift für Politik 38: 166-199.
Kommentar:
Im Sommer 1989 läutete die Flucht von mehr als 30000 DDR-Bürgern über die ungarisch-österreichische Grenze den Fall der Berliner Mauer und schließlich den Zusammenbruch des realsozialistischen Herrschaftsblocks in Mittel- und Osteuropa ein. Im Herbst 1990 war Deutschland wieder vereinigt und in den meisten ehemaligen Ostblockstaaten der Übergang zu Demokratie und Marktwirtschaft vollzogen. Aber wie kam es zu diesen gewaltigen Umwälzungsprozessen? Wie lassen sich Auslöser und Entwicklungspfade von Demokratisierungsprozessen systematisch erklären und vergleichen? Und warum ist in manchen Ländern der Übergang zur Demokratie geglückt, in anderen aber nicht? Schließlich, welche gesellschaftlichen Konsequenzen verknüpften sich mit dem politischen Regimewechsel und wie wirken diese sich auf die Konsolidierungschancen der neu entstandenen Demokratien aus? Um Antworten auf diese Frage zu finden sollen theoretische Erklärungsansätze und analytische Instrumentarien zur Analyse von Demokratisierungsprozessen vermittelt und ihr empirischer Gehalt anhand des Sonderfalls DDR diskutiert werden.
Literatur:
Diamond,
Larry (2008): The Spirit of Democracy. The struggle to build free
societies throughout the world, New York: Times Books.
Haerpfer,
Christian W./Bernhagen, Patrick/Inglehart, Ronald F./Welzel, Christian
(2009): Democratization, Oxford/New York: Oxford University Press.
Merkel,
Wolfgang (2010): Systemtransformation. Eine Einführung in die
Theorie und Empirie der Transformationsforschung, 2., überarb. u.
erw. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Kommentar:
Das Seminar dient der Vorbereitung der schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen. Im Zentrum stehen Schwierigkeiten der Herrschaftslegitimation im europäischen Mehrebenensystem, zu denen neben Demokratieproblemen und für die EU-Mitgliedstaaten ambivalenten Europäisierungseffekten auch ungelöste Fragen der gesellschaftlichen Integrationsfähigkeit der Europäischen Union zählen.
Literatur:
Hix, Simon (2008): What’s Wrong with the European Union and How to Fix It, Cambridge: Polity Press.
Kohler-Koch,
Beate/Rittberger, Berthold (Hrsg.) (2007): Debating the Democratic
Legitimacy of the European Union, Lanham et al.: Rowman &
Littlefield.
Schmidt, Vivien A. (2006): Democracy in Europe. The EU and National Polities, Oxford: Oxford University Press.